Exklusivinterview zur Eröffnung des Kunstparks Weigl

Brigitta Weigl - eine Frau mit vielen Facetten - wer sie kennt weiß aber, ihre größte Leidenschaft ist die Kunst. Sie plante viele Jahre ihren Kunstpark, gestaltete das ehemalige Bergbaugebiet an der Regensburger Straße 50 in einen Kunstpark um, welcher seines Gleichen sucht. Nun ist es soweit - am Sonntag, 13. Juli 2014 von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr können Sie diesen Park ertmals besichtigen und bestaunen. In einem Interview mit Brigitta Weigl konnte ich mehr über die Person Brigitta Weigl und die Entstehungsgeschichte des Kunstparks erfahren.

Anita Alt: "Wie sind Sie eigentlich nach Maxhütte-Haidhof gekommen?"

Brigitta Weigl: "Nach meinem Fremdsprachenstudium und meiner Arbeit als Fremdsprachenkorrespondentin zog es mich als gebürtige Kielerin schon 1962 nach Maxhütte-Haidhof. Hier gründete ich meine Familie mit vier Kindern und betreibe ein Atelier und nun einen Kunstpark."

 

Anita Alt: "Was verbinden Sie mit dem Wort Kunst?"

Brigitta Weigl: "Die Kunst empfinde ich als den Verbündeten meines Lebens. Durch den Besuch verschiedener Akademien im In- und Ausland konnte ich meinen ganz eigenen Stil formen, der sich trotz der Anwendung verschiedenster Techniken immer wieder erkennen lässt. Bei allen meiner Arbeiten, egal um welches Thema es sich handelt, soll der Betrachter die positive Ausstrahlung der Werke fühlen."

 

Anita Alt: "Viele Jahre, ja Jahrzehnte planten und arbeiteten Sie an dem Porjekt "Kunstgarten im eigenen Garten gleich hinterm Haus". Stimmt es, dass es Ihnen wichtig ist, die Vergangenheit in das Projekt mit einzubeziehen?

Brigitta Weigl: "Oh ja die Vergangenheit spielt beim Kunstpark Weigl eine große Rolle. Aus einer vom Bergbau geprägten Landschaft entstand in langjähriger Arbeit der heutige Kunstpark. Dennoch wollte ich die Erinnerungen an ein Brachland von Stollenabbrüchen und ausgebeuteter Erschicht von Kohle und Ton wach halten, denn hier zeichnet sich klar ab, wo 1911/12 die Flöze durchliefen. Noch bis in das Jahr 1935 wurde hier in 35 Meter Tiefe teilweise im Bruchbau abgebaut. Flöz Nummer 3, in welchem in ca. 39 Meter Tiefe abgebaut wurde, stürzte ein und wurde schließlich zum Mittelpunkt des Kunstparks: ein kleiner See, ein Glücksfall."

 

 

Anita Alt: Woher stammen die vielen Kunstobjektemit den unterschiedlichsten Materialien im Park?

Brigitta Weigl: "Die vielen Objekte und eingearbeiteten Projekte stammen oft aus Tauschgeschäften, man kann sagen "Kunst gegen Stein". Aber auch meine große Sammelleidenschaft machte es möglich, den Park ständig wachsen zu lassen. Viele Gegenstände sind aus der Zeit des Eisenwerks Maximilianshütte. Ich binde sie ganz einfach in das Gesamtkonzept des Parks mit ein, sie sind eine wundervolle Ergänzung zur Bergbautradition, für dieses kleine Paradies, wie ich meinen Park gerne für mich selbst nenne. Auch mein Sohn Marcus entdeckte seine Leidenschaft zur Kunst und er machte nach seiner Lehre im Eisenwerk und dem darauffolgenden Studium die Kunst zum Beruf; seine inspirierenden Skulpturen bereichern den Kunstpark."

 

So entstand im Laufe der Jahre in Maxhütte-Haidhof - mit viel Eigenleistung angerieben - durch Liebe, Leidenschaft und Hingabe der Kunstpark Weigl - ein kleines Zauberland.

 

(Quelle: Mitteilungsblatt 2014/ Nr. 3 ; Stadt Maxhütte-Haidhof)